Magical Tome

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Graf Johann von Nassau-Idstein beauftragte für das ungewöhnliche Deckenprogramm zwei wenig bekannte, doch fähige Künstler, die keine Lutheraner waren: Joachim von Sandrart, Johann von Sandrart sowie der Rubensschüler Michel Angelo Immenraedt. Die beiden Sandrarts gehörten den Reformierten an und Immenraedt war mit großer Sicherheit Katholik. Keiner von ihnen kannte die Anforderungen, die an ein lutherisches Gotteshaus gestellt wurden, aus eigenem Erleben. Graf Johann jedoch stellte die Kunstfertigkeit über die Konfession der Maler. Für ihn bildete das Kunstsammeln einen Gegenpol zu seiner Schwermut, die in seinem Briefverkehr greifbar wird. Die Beschäftigung mit den Werken eröffnete ihm offensichtlich einen nötigen Rückzugsort.
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