Magical Tome

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Der Antiklerikalismus verfolgte im 19. Jahrhundert eine grundlegende Neuordnung des Verhältnisses von Staat, Gesellschaft, Kirchen und Religion. Lisa Dittrich erörtert erstmals anhand dreier Länder vergleichend die europäischen Dimensionen der Kirchenkritik und ihre nationalen Spielarten in Presse, Publizistik und persönlichen Netzwerken. Sie zeigt, dass die zentrale Forderung der Antiklerikalen nach Säkularisierung nicht in einem einfachen Gegensatz zu Religion und Kirchen aufging, und liefert damit eine neue Lesart der europäischen Kulturkämpfe des 19. Jahrhunderts.
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