Magical Tome

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Im Mittelpunkt der Studie stehen Entwicklung, Gestaltung und Funktion von Altargemälden mit eingebettetem Gnadenbild im Italien des 15. bis 17. Jahrhunderts. Vor allem für ältere Marienbilder schufen Künstler eigens Altarwerke als Rahmung, um die Wahrnehmung des Betrachters visuell und emotional zu lenken. Dieser Gattung des 'Rahmenbildes' widmet sich die Autorin erstmalig systematisch. Ein Katalogteil zeigt nicht nur die weite Verbreitung der Werke in Ober- und Mittelitalien, sondern auch die ikonographische und stilistische Kontinuität. 0Anhand ausgewählter Arbeiten von Künstlern wie Empoli, Santi di Tito oder Francesco Vanni erläutert der Band die Bildthemen, die Materialität und Medialität der mehrteiligen Gemälde und verankert das Rahmenbild innerhalb der Frömmigkeitspraktiken zur Zeit der Katholischen Reform. Unter Berücksichtigung zahlreicher Inventarbücher, Berichte von Kirchenbesuchen, historischer Abhandlungen und lokaler Guidenliteratur wird die Bedeutung der Rahmenbilder bei der Verehrung von Gnadenbildern anschaulich.
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