Magical Tome

Wie gross war die Distanz des europäischen Mittelalters zur klassischen Mythologie der Griechen und Römer wirklich? Und wie präsent waren seit der Zeit Karls des Grossen die antiken Götter und Helden in der bildenden Kunst? Nähe und Präsenz waren wohl grösser, als die meisten zunächst erwarten dürften. In seinem Buch beleuchtet Ulrich Rehm für eine historische Spanne von siebenhundert Jahren, mit welchen Motivationen und Interessen Themen des antiken Mythos aufgegriffen und in welche künstlerischen Zusammenhänge sie gebracht wurden. Er diskutiert herausragende Beispiele aus allen Gattungen der bildenden Kunst und ihren jeweiligen Entstehungskontext. Sichtbar werden so Phasen unterschiedlicher Interessen und Formen der mittelalterlichen Antikenrezeption in der künstlerischen Entwicklung bis an die Schwelle zur frühen Neuzeit.
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