Magical Tome

The outer archives are busy
In seinen Glasarbeiten, Textinterventionen und Installationen öffnet Leo Zogmayer der Sprache Räume und Flächen, die schlichte Präsenz und äußerste Sinnverdichtung zugleich ermöglichen. So viel wie möglich weglassen, aber in der Platzierung und Gestaltung so sicher, dass das Wort und seine Aura hörbar, sichtbar und lesbar bleiben; das Wenige so lesen, dass das Weggelassene zum Vorschein kommt. Die Reduktion auf knappe Formeln oder einzelne Wörter löst die sprachliche Botschaft aus ihren Kontexten und verschiebt die landläufigen Funktionen der Botschaft selbst. Ohne Davor und Danach, von ihren Gebrauchspuren gereinigt und in den öffentlichen Raum zurückgespeist, aus dem sie kam.0Zogmayer reagiert auf vorhandene Strukturen und Gegebenheiten der Räume und Institutionen. Für die Kremser Dominikanerkirche schuf er eine mehrteilige Bodenarbeit, die den Betrachter im ersten Moment an das Kinderhüpfspiel "Himmel und Hölle" erinnern mag. Übersetzt in Wittgensteins Sprachphilosophie. Der vorliegende Katalog hilft nicht nur bei der Auflösung des Sprachspiels, sondern vermittelt auch den gedanklichen Horizont des zogmayerschen Gesamtwerks.00Exhibition: Museum Krems, Austria (12.04. - 10.05.2019).
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