Magical Tome

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"Ingeborg Bachmanns Kritik an einer Sprachverwendung nach dem Prinzip des l'art pour l'art und ihre eigene Abwendung von einer poetischen Sprache sind sowohl Abrechnung mit dem Schweigen nach dem Ende der Nazi-Barbarei als auch Beschäftigung mit einer Chandos-ähnlichen Sprachkrise. Bachmann erklärt in den Frühen Entwürfen zum Buch Franza, dass ihr 'Todesarten'-Projekt die Weigerung der Gesellschaft anspricht, sich mit der Gewalt in der Gesellschaft auseinander zu setzen. Zugleich werden in diesen Texten die Angst und der Schmerz Liebender erfahrbar, die dieser Gewalt ausgesetzt sind. Dass sie die Texte dieses Projekts grösstenteils nicht vollendete und publizierte, zeigt ihren Kampf um die Möglichkeit, das 'Unsägliche' auszusprechen, zugleich als eine historisch gewordene Vergangenheit und als eine persönliche Gegenwart."
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