Magical Tome

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"De mapa mundi, ein Werk, das im frühen 14. Jahrhundert von dem exzentrischen Franziskaner und späteren Bischof von Pozzuoli Paulinus Venetus (ca. 1270-1344) zusammengestellt wurde, ist aus vielerlei Hinsicht von wissenschaflichem Interesse: Zum einen ist es eine der letzten Zusammenfassungen der geografischen Kenntnisse des Mittelalters, die den textlichen und kartografischen zeitgenössischen Wissensstand vor der Wiederentdeckung des Ptolemäus und der Entdeckung des amerikanischen Kontinents dokumentiert. Darüber hinaus bietet das Werk zum anderen das erste Beispiel für eine geografische Beschreibung, welche die verbale und visuelle Darstellung des Raumes in sich zu vereinigen verstand, und markiert eine letzte Reflexionsstufe des Autors über den hermeneutischen Wert der Geografie für die erzählende Geschichtsschreibung. Der Band versucht, die Komplexität der Arbeit an dem Werk zu beleuchten und die vielen Probleme in den verschiedenen Phasen der Ausarbeitung der Texte und ihrer Textgestaltung im Zusamnmenhang mit dem vom Autor benutzten Text- und Kartenmaterial (Pietro Vesconte, Marino Sanudo, Philipp Brusserius, Johannes von St. Viktor, Pomponius Mela, Tacitus) aufzuzeigen - wobei gerade in der souveränen Verwendung der Vorlagen die besondere Autonomie sowie das literarische und ikonografische Verdienst des Paolinus Venetus liegen."--
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