Magical Tome

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Mit dieser Veröffentlichung wird eine Lücke der neueren Wittener Stadtgeschichte geschlossen. Sie dokumentiert umfassend die Ausbeutung Tausender Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in der Zeit des Nationalsozialismus durch Industrie, Bergbau, Transportwirtschaft, Handel, Bauwesen, Handwerk, Landwirtschaft, öffentliche Einrichtungen und Privathaushalte in Witten. Buchstäblich die gesamte Stadtgesellschaft profitierte von ihrer Arbeit. Es wird deutlich, wie tief einige Wittener Industriebetriebe in den nationalsozialistischen Vernichtungskrieg eingebunden waren. Nach dem Krieg wurde dies verschwiegen – wenn überhaupt, erzählte man von „plündernden Ausländerhorden“, die nach ihrer Befreiung die Stadt heimgesucht hätten. Seit 1993 erinnert ein Denkmal auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof der Gemeinde Witten-Annen an 395 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die zwischen 1939 und 1945 in Witten starben. Die Gesamtzahl der verstorbenen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter war jedoch deutlich höher. Nur ein einziger Wittener, der Unternehmer Paul Pleiger aus dem Hammertal, wurde für seine Verbrechen in diesem Zusammenhang zur Rechenschaft gezogen.
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